Philosophy

„Unify my polarities“

Sich des Spannungsfelds zwischen den Polaritäten gewahr werden und einen Ausgleich zwischen den zwei Polen finden, die Magie der Morgen- und Abenddämmerung entdecken, zwischen Hindernis und Hoffnung lebend. In der Zeit der Schnelligkeit langsam werden, in der Zeit des vornehmlich kausalen, linearen Denkens sich spiralförmig und organisch im eigenen Rhythmus entwickeln, entgegen dem leistungsorientierten Schaffen den Bezug zu den Dingen finden. Sich den Raum nehmen, die Dinge zu erfassen und zu spüren, um ein tiefes Verständnis der Welt um sich herum, ihrer Materie und ihres Immateriellen und alles dazwischen zu gewinnen, die Versenkung in den Klang zu suchen, sich der Schwingung hinzugeben. Geprägt von der christlichen  Lehre, entgegen aller institutionellen Rigidität und populistischen, pseudomoralischen Marktschreierei, das Freigeistige, das Mystische, das Leise, das Befreiende hören und erfahren im Gebet und im Gesang, was für mich eins ist. Es geht um das SEIN, nicht um das TUN, denn das TUN kommt VON SELBST aus dem SEIN, wenn ich es lasse. Und dieses Nadelöhr, dieses Auge im Sturm, das suche ich immer wieder neu, dem lausche ich, denn mit ihm fällt alles ab von mir, was nicht zu mir gehört!